Alice - Schwesternschaft
                                                                     vom Roten Kreuz
                                                                         Darmstadt e.V.
   

3P - Projekt

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3P - Partizipative Prävention in der Pflege
oder
Pflege für die Pflegenden 

Rückenschmerzen durch Heben und Umlagern von Patienten, Schlaf- und Ernährungsprobleme aufgrund des Schichtdienstes oder die verschiedensten Stresssymptome aufgrund nicht planbarer Arbeitsspitzen sind vielen Pflegenden bekannt. Der Umgang mit diesen Problemen ist so individuell wie die Mitarbeiter selbst.

Mit dem Slogan „Gesundheit aus Tradition“ ist das Alice-Hospital und die Alice-Schwesternschaft nicht nur seinen Patienten gegenüber Verpflichtungen eingegangen, sondern auch gegenüber seinen Mitgliedern. Viele verschiedene Angebote wurden in den letzten Jahren entwickelt, die den Mitgliedern die Möglichkeit bieten, den oben genannten Problemen vorzubeugen bzw. mit ihnen umgehen zu können. Mit Fortbildungen zu Themen wie „Umgang mit Stress“ oder „Kinästhetik“ oder Angeboten wie verschiedene sportliche Betätigungen wie Rad fahren, Joggen oder Fußball spielen, vollwertige Speisen im Restaurant, Wellness oder Gesundheitsberatung wurde eine breite Palette an gesundheitsfördernden Maßnahmen geschaffen, aus denen das Mitglied wählen kann (Abb. 1) 

Um dieses Thema von Arbeitgeberseite aus intensiver und systematischer zu unterstützten, haben wir uns gemeinsam mit der FH Wiesbaden beim Bundesministerium für Bildung und Forschung zu der Ausschreibung „Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz“ mit dem Projekt „3P – Partizipative Prävention in der Pflege“ beworben und wurden als förderungswürdig bewertet.

Somit fiel am 01. September 2006 der Startschuss zur Entwicklung, Umsetzung und Auswertung eines Konzeptes zur Gesundheitsförderung von Pflegenden. Das Projekt ist auf drei Jahre begrenzt und wird von externen Stellen unterstützt (siehe ABB2). Je nach Aufgabengebiet sind auch interne Mitarbeiter eingebunden. 

Der wesentliche Ansatz des Projektes beruht auf der Partizipation (Einbindung) der Mitarbeiter. Deshalb können zurzeit noch keine Aussagen zu den konkreten Inhalten des Konzeptes getroffen werden. Um die Bedürfnisse und Ressourcen der Pflegenden berücksichtigen zu können, wird zunächst gemeinsam mit einer Modellstation ein Konzept erarbeitet und umgesetzt. Dieses Konzept kann sowohl auf Probleme oder Erkrankungen ausgerichtete präventive Maßnahmen wie z.B. Rückenschule enthalten als auch unspezifische Maßnahmen zur Gesundheitsförderung wie z.B. Stärkung des Selbstvertrauens. Dabei werden natürlich aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse berücksichtigt. Nach einer Auswertung und evtl. Anpassung wird dieses Konzept auf einer noch auszuwählenden Modellstation der Darmstädter Kinderkliniken umgesetzt. Nach einer weiteren Auswertung und Anpassung soll das Konzept auf allen anderen Stationen umgesetzt werden. Die anschließende Evaluation wird Aufschluss über den Erfolg geben.

 

Bleibt abschließend die Frage, was die einzelnen Teilnehmer von einem erfolgreichen Abschluss dieses Projektes haben:

  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat ein Konzept, das auch auf andere Einrichtungen mit beruflich Pflegenden anzuwenden ist. Im besten Falle könnte es mit ein paar Modifikationen auch in Betrieben aus ganz anderen Sparten umgesetzt werden.

  • Die Alice-Schwesternschaft hat gesunde und leistungsstarke Mitglieder.

  • Und das einzelne Mitglied wird bei der Befriedigung eines ureigenen Bedürfnisses, nämlich seine Gesundheit zu erhalten, vom Arbeitgeber unterstützt und kann sich nach Dienstende seiner Freizeit widmen, hoffentlich ohne vorher etwas gegen die Rückenschmerzen oder zum Stressabbau tun zu müssen.

Für diejenigen, die die drei Jahre Projektlaufzeit nicht abwarten und sofort mit der Förderung der eigenen Gesundheit beginnen möchte, hat das Rote Kreuz ein sehr gutes Kursprogramm entwickelt und auch schon die passenden Trainer dazu ausgebildet. Das Programm besteht im wesentlichen aus vier Modulen, die in ihrer Umsetzung an die jeweilige Teilnehmergruppe angepasst werden müssen. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie bei  

Dr. Beate Groß
DRK Generalsekretariat
Team 42 - Altenhilfe und Gesundheitsförderung Carstennstr. 58
12205 Berlin
Telefon: 030 - 85404 - 364
Telefax: 030 - 85404 - 486
Email

 ABB1

Elemente der betrieblichen Gesundheitsförderung

 

Externe Institutionen:
Fritz Change AB Schweden (Herr Peter Friedrich)
Evangelische Fachhochschule Darmstadt (Prof. Michael Schilder)
Hessisches Institut für Pflegeforschung (Prof. Ulrike Höhmann)
Barmer Ersatzkasse
Hessische Krankenhausgesellschaft

 

 

Mehr Informationen:
www.alice-3p.de